Der Kämpfer

Es war einmal …

… ein Kämpfer, der hatte in seinem Leben viele Kämpfe bestritten. Einige hatte er gewonnen, einige verloren.

In seinen jungen Jahren machte es ihm nichts aus, einen Kampf zu verlieren und die mit den Wunden einhergehenden Schmerzen konnte er verkraften. Mit zunehmendem Alter jedoch viel es Ihm immer schwerer in den Ring zu steigen und auch die Wunden, die er davon trug, konnten nicht mehr so richtig heilen.

Der Kämpfer war ausgestattet mit einem großen Kämpferherz, was die Anerkennung und den Respekt seiner Gegner und seiner Anhänger verdient hatte. Als seine Wegbegleiter jedoch sahen, dass er immer wieder heftige Schläge einstecken musste, ohne selber etwas zu bewirken, da wich die Anerkennung dem Unverständnis. Mit Kampf konnte das nichts mehr zu tun haben, was da ablief.

Aber was sollte der Kämpfer tun, er hatte doch nichts anderes; sollte er etwa sein Kämpferherz aufgeben? Das Kämpferherz, was ihn ausmachte und ihm schon so viel Ansehen und Respekt eingebracht hatte. Er müsste wohl seine Technik umstellen oder eine andere Aufgabe für sein Kämpferherz entwickeln. Wie sollte er das schaffen, in seinem fortgeschrittenen Alter?

Mit dieser und anderen daraus resultierenden Fragen beschäftigte sich der Kämpfer tagein und tagaus, was ihn wiederum Kraft und Energie kostete, die er eigentlich nicht hatte. Doch in seinem tiefen Inneren wusste er genau, würde er seine Technik nicht umstellen oder eine andere Aufgabe für sein Kämpferherz entwickeln, dann würde er in diesem Leben keinen Kampf mehr gewinnen.

Wenn Sie nach Wegen suchen, den „Kämpfen des Alltags“ zu begegnen, dann sollten wir uns kennenlernen.

Joachim Romes

PS: Es könnte auch eine Kämpferin gewesen sein.